SCL-Stufe 3 bis zum 1. Juli 2026 erreichen: So gehen Sie vor

Die Frist für den Governance-Kodex „Sicherheit im Bauwesen“ (ViA) rückt näher. Ab dem 1. Juli 2026 ist SCL Stufe 3 bei vielen Ausschreibungen eine zwingende Voraussetzung. Für viele Kleinunternehmer bedeutet dies einen enormen Arbeitsaufwand. Wer jedoch klug und schrittweise vorgeht, schafft diese Frist ohne Stress. 

Hier erfahren Sie, was Stufe 3 bedeutet, wie Sie ‘SCL Light’ einsetzen und warum Sie noch heute Maßnahmen ergreifen sollten, um Ihren Auftragsbestand zu sichern. 

1. Die Uhr tickt bis zum 1. Juli 2026

Die Realität im Bauwesen und in der Technik ist einfach: Die Auftraggeber verschärfen ihre Anforderungen. Ab dem 1. Juli 2026 müssen Sie nachweisen, dass Sie sich auf Stufe 3 der Safety Culture Ladder (SCL) befinden. Haben Sie diese Anforderung nicht erfüllt? Dann dürfen Sie sich bei ViA-pflichtigen Ausschreibungen nicht mehr bewerben. 

Vermeiden Sie es, im Abseits zu stehen 
Es mag vielleicht wie eine Angelegenheit erscheinen, die Sie nichts angeht, aber das ist sie nicht. Es geht darum, dass Sie Ihre Arbeit weiterhin ausüben können. Das Risiko liegt nicht im Audit selbst, sondern darin, zu spät damit anzufangen. Die Terminkalender der Zertifizierungsstellen füllen sich bereits jetzt. Wer bis zum 1. Juli 2026 wartet, verpasst den Anschluss. 

Handeln Sie jetzt. Fangen Sie noch heute an, damit Ihnen später keine Aufträge entgehen. 

2. Was ist Stufe 3 eigentlich?

Vergessen Sie das Fachjargon. Stufe 3 (‘Berechnet’) bedeutet im Klartext: Sie haben alles im Griff und nehmen die Sicherheit ernst. 

  • Keine Zufallserfolge: Sicherheit funktioniert nicht mehr ‘zufällig’ gut. Sie kennen die Risiken und haben sie im Griff. 
  • Vom Reagieren zum Vorausschauen: Sie warten nicht, bis es zu einem Unfall kommt, sondern greifen ein, bevor etwas schiefgeht. 
  • Das Management ist am Zug: Der Geschäftsführer ruft nicht nur “Sicher arbeiten!”, sondern schafft auch die Voraussetzungen dafür und geht mit gutem Beispiel voran. 

Unterschied zu VCA oder ISO 

Bei VCA geht es um Regeln, Listen und Verfahren (das System). Bei SCL geht es um Einstellung und Verhalten (die Kultur). Sprechen Ihre Mitarbeiter einander an, wenn sie keinen Helm tragen? Traut sich ein Auszubildender, die Arbeit zu unterbrechen, wenn er sich unsicher fühlt? Darum geht es bei SCL. Es ist kein Ersatz für Ihre festen Vereinbarungen, sondern die notwendige Ergänzung in der Praxis.

3. Wie gelangt man zu Stufe 3? (Fang bei den Grundlagen an)

Fangen Sie so an: Lesen Sie sich die SCL-Norm einmal durch  
 

Laden Sie die SCL 2.0-Norm herunter und lesen Sie die Anforderungen für Stufe 3. So erhalten Sie sofort einen Überblick darüber, was erwartet wird, und vermeiden Überraschungen. 

Sie müssen nicht raten, wo Sie sich befinden. Nutzen Sie die SCL-Webtool als Ausgangswert. 

  • Schau in den Spiegel: Das Webtool ist ein Spiegelbild Ihres Unternehmens. Sie füllen den Fragebogen (SAQ) aus und erkennen sofort, wo Lücken bestehen. 
  • Keine Blackbox mehr: Sie sehen auf einen Blick, was gut läuft und wo Ihre Schwachstellen liegen. So wissen Sie genau, woran Sie arbeiten müssen. 

Speziell für KMU: SCL Light für kleine Unternehmen 

Haben Sie bis zu 50 Mitarbeiter (einschließlich Leiharbeitskräfte)? Dann kommen Sie wahrscheinlich für SCL Light für kleine Organisationen in Frage. Erkundigen Sie sich immer bei Ihrem Auftraggeber, ob dies der Fall ist. 

  • Dieses Programm wurde speziell für kleinere Organisationen konzipiert. 
  • Geringerer Audit-Aufwand: Im dritten Jahr müssen Sie kein externes Audit durchführen (vorausgesetzt, Sie führen selbst interne Audits durch und weisen nach, dass Sie das Thema Sicherheit und Gesundheitsschutz ernst nehmen). 
  • Dadurch wird der Schritt überschaubar und erschwinglich. 

4. Sind Sie schon bereit?

Haben Sie das Webtool ausgefüllt und ist die Unternehmenskultur in Ordnung? Dann ist es Zeit für die externe Überprüfung. 

Buchen Sie Ihren Auditor rechtzeitig 

Warten Sie damit nicht zu lange. In den Niederlanden gibt es nur eine begrenzte Anzahl von Auditoren und Tausende von Unternehmen, die bis zum Stichtag zertifiziert sein müssen. Nehmen Sie jetzt Kontakt mit einer Zertifizierungsstelle (CI) auf, um einen Termin zu reservieren. 

 
Keine Prüfung, sondern ein gutes Gespräch 

Viele Unternehmer haben ‘Angst vor dem Audit’. Dazu gibt es jedoch keinen Grund. Ein SCL-Audit ist keine Inspektion, bei der jemand mit einem roten Bleistift Ihre Unterlagen nach Fehlern durchforstet. 

  • Es handelt sich um einen Besuch in der Produktion und im Büro. 
  • Die Prüfer arbeiten nach dem Vier-Augen-Prinzip (sie sind zu zweit), um ein objektives Bild zu gewährleisten. 
  • Sie führen Gespräche mit Ihnen und Ihren Mitarbeitern: Wie erleben Ist das Sicherheit? 

5. Selber machen oder doch lieber Hilfe?

Wenn Sie die SCL-Norm gelesen und das Webtool ausgefüllt haben, ist es nicht schwer, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Falls Sie dennoch Hilfe in Anspruch nehmen möchten: Sie sind nicht auf sich allein gestellt. Wenden Sie sich an einen der Wissenspartner. 

Die Rolle von NEN 

NEN ist die unabhängige Normungsorganisation. Wir überwachen die Einhaltung der Norm, dürfen Sie jedoch nicht beraten, wie Sie die Anforderungen konkret erfüllen können. Wir prüfen den Metzger, bringen Ihnen aber nicht bei, wie man Wurst dreht. 

SCL Wissenspartner 

Glücklicherweise gibt es Experten, die genau das tun. SCL-Wissenspartner sind Beratungsunternehmen, die die Praxis einer Organisation kennen. Sie begleiten Sie Schritt für Schritt. Sie helfen Ihnen dabei, die abstrakte Norm in die tägliche Praxis umzusetzen..

6. Tipp: Schulung zum Thema Sicherheitsbewusstsein im Unternehmen

Möchten Sie den Prozess selbst besser in den Griff bekommen? Dann nehmen Sie an der Schulung teil IDas interne Sicherheitsbewusstsein mit der „Safety Culture Ladder“ überprüfen“. 

Diese Schulung ist eine kluge Investition, insbesondere für Nutzer von SCL Light für kleine Organisationen. Bei SCL Light für kleine Organisationen sind Sie nämlich verpflichtet, in den dazwischenliegenden Jahren selbst interne Audits durchzuführen. 

  • Sie lernen, die Dinge aus der Perspektive eines Wirtschaftsprüfers zu betrachten. 
  • Sie erkennen unsicheres Verhalten und lernen, darüber zu sprechen. 
  • Sie behalten die Kontrolle und sparen Kosten. 

Bereit zum Start? 

Melden Sie sich beim Webtool an, führen Sie die Basismessung durch und wenden Sie sich an eine Zertifizierungsstelle. Der 1. Juli 2026 rückt schneller näher, als Sie denken.