Wissenspartner bringen die Praxis zurück auf die Sicherheitskultur-Leiter

Wie stärken wir die Sicherheitskultur von Organisationen und wie verbessern wir die „Safety Culture Ladder“ kontinuierlich weiter? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Plattform von SCL Kennispartners. Am 24. Juni trafen sich die Wissenspartner unter der Leitung von Keetie de Boer-Polderman von I.K. Boost, einem unserer Wissenspartner. Gemeinsam haben sie klarer herausgearbeitet, was das Ziel der Plattform ist, wo Verbesserungsbedarf besteht und welche Themen gemeinsame Aufmerksamkeit erfordern. 

Das Treffen war kein Rückblick mit zustimmendem Nicken. Die Teilnehmer brachten praktische Erfahrungen mit, befassten sich aber auch damit, wie sie diese Erfahrungen untereinander und mit NEN teilen. Wo funktioniert das SCL gut? Wo stoßen Organisationen und Berater auf Schwierigkeiten? Und welche Aspekte sollten in die Diskussion über die weitere Entwicklung des SCL einfließen? 

Ein Ort für Fragen aus der Praxis, die nicht in ein Handbuch passen 

Die „Safety Culture Ladder“ befasst sich mit Sicherheitsbewusstsein, Einstellung und Verhalten. Gespräche und Beobachtungen zeigen, wie Mitarbeiter über Sicherheit sprechen, sich gegenseitig ansprechen und im Arbeitsalltag Entscheidungen treffen. 

Genau darin liegt die Rolle der Wissenspartner. Sie beraten Organisationen, die sich mit Sicherheitskultur befassen möchten, und erkennen, wo Sprache, Arbeitsweisen oder Erwartungen mit der Realität am Arbeitsplatz kollidieren. Auf der Plattform tauschen sie diese Hinweise aus, diskutieren schwierige Fallbeispiele und stellen Fragen, die sich nicht mit einer einzigen Standardantwort abtun lassen. 

Die Wissenspartner nannten drei Grundsätze: 

  • Wissensaustausch auf der Grundlage von Gegenseitigkeit und Vertraulichkeit; 
  • aufzeigen, wo es in der Praxis bei der SCL zu Reibungspunkten kommt; 
  • Beiträge zu Themen, die die Sicherheitskultur in Organisationen und Lieferketten betreffen. 

Mehr Tiefgang 

Während der Sitzung gab es auch Raum für Reflexion über die Plattform. Einzelne Erfahrungen sind wertvoll, doch ein Gespräch gewinnt an Bedeutung, wenn daraus eine gemeinsame Vision oder eine gemeinsame Fragestellung entsteht, beispielsweise bei Unklarheiten hinsichtlich der Anwendung oder Weiterentwicklung des SCL. Deshalb möchten die Wissenspartner häufiger an konkreten Themen arbeiten.  

Auch das Feedback wird berücksichtigt. Die Wissenspartner möchten verfolgen können, was mit ihren Anregungen geschieht und wie sich der Dialog mit NEN und dem Expertenausschuss weiterentwickelt. Nicht jede Frage aus der Praxis führt zu einer Änderung, aber ein klares Feedback sorgt dafür, dass wertvolle Beiträge nicht verloren gehen. 

Auf der Tagesordnung stehen Themen, die vielen Organisationen bekannt sind. Wie lässt sich das Thema Sicherheit an Arbeitsplätzen, an denen verschiedene Sprachen und kulturelle Hintergründe aufeinandertreffen, sinnvoll diskutieren? Kann KI bei der Analyse des Sicherheitsverhaltens eine Rolle spielen? Wie kann sichergestellt werden, dass der sozialen Sicherheit neben der physischen Sicherheit ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt wird?  

Um sich anzumelden, reicht es nicht aus, nur einen Namen in einer Übersicht anzugeben 

Für Fachleute, die Organisationen beim Aufbau einer Sicherheitskultur begleiten, bietet die Wissenspartnerplattform einen Ort, an dem sie ihre Erfahrungen mit denen anderer abgleichen können. Sie ermöglicht den Zugang zu Diskussionen über aktuelle Fragen aus der Praxis und bietet die Möglichkeit, Hinweise sorgfältig an NEN, den unabhängigen Verwalter des „Safety Culture Ladder“-Schemas, weiterzugeben. 

Das hat aber auch seine Kehrseite. Ein Wissenspartner kommt nicht nur, um Informationen abzurufen. Die Plattform erfordert inhaltliche Beiträge, die Bereitschaft zum gemeinsamen Austausch und Zeit, um an Themen mitzuarbeiten, die für den Markt relevant sind. Wer diese Rolle übernehmen möchte, trägt dazu bei, die Diskussion über Sicherheitskultur über den bekannten Ordner mit Verfahrensanweisungen hinaus voranzubringen. 

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